Vom Hallentraining bis ins Freiwasser
Im Herbst 2025 startete der aktuelle Durchgang unserer Rettungsschwimm-AG in Kooperation mit der DLRG Stormarn e.V. mit intensivem Hallentraining für den Rettungsschwimmschein (Bronze, Silber und Gold). Die erste Gruppe begann mit grundlegenden Techniken, Ausdauertraining und Rettungsübungen im Wasser.
Im Anschluss absolvierten auch Lehrkräfte die Ausbildung zum Rettungsschwimmer, um zukünftig bei Schulausflügen noch mehr Aktivitäten rund ums Wasser anbieten zu können.
Es folgte eine reine Oberstufengruppe – die „Powergirls“: In kürzester Zeit meisterten die Schülerinnen des 12. Jahrgangs die Anforderungen für das Silberabzeichen im Rettungsschwimmen. Dazu gehören unter anderem 25 Meter Streckentauchen, das Heraufholen von fünf Kilogramm schweren Ringen vom Beckenboden, ein Sprung vom Drei-Meter-Brett, verschiedene Abschlepp-, Befreiungs- und Rettungsübungen mit Kleidung und der Einsatz von Rettungsgeräten.
Neben dem Schwimmtraining wurden zahlreiche Rettungsmaßnahmen auch praktisch geübt – darunter der Umgang mit dem AED-Gerät, Wiederbelebungsmaßnahmen sowie Rettungstechniken mit dem Spineboard. Diese Übungen fanden zunächst in der Schwimmhalle der CAU statt und werden nun bis zu den Sommerferien im Freiwasser und am Falckensteiner Strand weiter vertieft.
Ganz neu in diesem Schuljahr ist der schwimmerische Schritt ins Freiwasser nach den Pfingstferien: Dort stand zunächst eine gründliche Reviererkundung vor Ort auf dem Programm, auch unter Nutzung von Seekarten. Die Schülerinnen und Schüler beobachteten Strömungen, Wind, Wellen, Temperatur und Sonneneinwirkung ganz genau und lernten, Gefahren realistisch einzuschätzen.
Besonders wertvoll sind in dem aktuellen Ausbildungsteil die persönlichen Erfahrungen: Wie fühlt es sich an, selbst auf einem Spineboard getragen zu werden? Wie entsteht Vertrauen innerhalb eines Rettungsteams? Wie koordiniert sich das Team? Unsere Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur technische Fähigkeiten, sondern erleben auch Selbstwirksamkeit, Verantwortung und Perspektivwechsel – etwa indem sie selbst einmal in die Rolle einer zu rettenden Person schlüpfen. Und sie erweitern ihre persönlichen Grenzen und Handlungsspielräume.
Beim zweiten Termin am Strand wurde es dann ernst: Ausgestattet mit Neoprenanzügen und leuchtenden Badekappen zur besseren Erkennung ging es in Falckenstein in die Ostsee. Dabei wurden auch die Herausforderungen des Freiwassers deutlich: Temperaturunterschiede, Abtreiben, Ausdauerbelastung und die Gefahr von Krämpfen. Trotz der Bedingungen machten Strömung, Wind und Wellen in der Gruppe umso mehr Freude und weckten die Lust auf „mehr Meer“. Bis zu anderthalb Kilometer wurden von den Schülerinnen und Schülern beim ersten Versuch in der rund 13 Grad „warmen“ Ostsee bereits zurückgelegt.
Die AG freut sich schon jetzt auf die kommenden Übungen und Einsätze im Schwimmbad und im Freiwasser. PS: Diesen Sommer werden die ersten Schülerinnen und Schüler ihren Rettungsschwimmschein als Badeaufsichten einsetzen – ein toller und verantwortungsvoller Ferienjob!
Bei Fragen oder Interesse an der Rettungsschwimmer-AG kommt gerne auf Karsten Jonas oder Jill Teichgräber zu.
Genaue Informationen zu den Prüfungsanforderungen findet ihr auf der Homepage der DLRG.
































